Lavendel & Prosecco

„Ich brauch ne Auszeit!“

„Gute Idee“, meint Lia zu mir. Lass uns doch einfach für ein Wochenende die Mutterrolle ablegen. Einfach wieder das ICH in uns spüren, neue Energien und Kräfte sammeln und das alles in einem Wellness-Hotel. Fest stand, kein Schicki-Micki Haus. Gemütlich sollte es sein, irgendwie familiär in der Nähe von Berlin oder München. Wir stöberten einige Tage im Netz und schickten uns gefühlt 100 Links hin und her.

Dann kam Lia mit dem INSELHOTEL in Potsdam-Hermanswerder um die Ecke. Da war Sie also, die Erholungsoase, die wir beide im Sinn hatten. Lia buchte für uns das Yoga-Wochenende. Fortan schrieben wir uns fast täglich: „Nur noch .. Tage. Ich kann es kaum noch erwarten.“

Das Wochenende war stürmisch und verregnet, genau richtig, um sich am letzten Winterwochenende in einem Wellness Hotel zu verkriechen und zur Ruhe zu kommen. Lia kam mit etwas Verspätung aus München geflogen und ließ Ihre Tochter bei ihrem Göttergatten. Mein Vater kam für das Wochenende extra nach Berlin um auf sein Enkelkind aufzupassen. Wir konnten uns also beruhigt voll in die Regenerationsphase fallen lassen, wohlwissend, dass die Kinder in guten Händen sind, .

Wir überlegten, ein Auto zu mieten, vielleicht sogar mit dem Taxi zu fahren. Als wir aber sahen, wie nah das Hotel doch eigentlich an Charlottenburg lag, testeten wir die öffentlichen Verkehrsmittel. Vom S-Bahnhof startend waren wir inkl. einer zehnminütigen Busfahrt vom Hauptbahnhof in Potsdam – UND einem Fußweg von nochmals geschlenderten zehn Minuten am Inselhotel in Potsdam-Hermanswerder.

Hier für euch die Anbindung mit den ö. V. einmal vom Flughafen Tegel und HBF Berlin

Hin- und Rückfahrt kosten euch 6,80 € (Stand 05/2017)

H-a-l-l-o, wir sind nun DAAAHAAA

Es muss bereits 22 Uhr gewesen sein, als wir eincheckten. Auf jeden Fall war es schon dunkel, als wir durch die wunderschöne Parkanlage von der Bushaltestelle zum Hotel gingen. Was mir sofort auffiel – die Ruhe, die Potsdam in dieser Nacht ausstrahlte. Das Wetter war an diesem Abend noch sehr angenehm. Go-Go-Gadget-Entspannungsmodus. 😎

An der Rezeption bekamen wir unser Program vorgelegt. Wir schauten uns an und wussten beide, dass wir den Yogakurs am Samstag Morgen um 8 Uhr sicherlich nicht wahrnehmen würden. Waren wir doch mitunter genau aus diesen Gründen in dieses Wochenende geflüchtet, um uns eine Auszeit vom Schlafentzug zu gönnen. Den Kurs cancelten wir also.

Zimmer und Co.

Nachdem wir den jungen Mann an der Rezeption mit unserer wir-wissen-gar-nicht-so-recht-mit-all-unserer-Energie-hin-die-wir-sonst-für-die-Kinder-aufbrauchen-würden für’s erste stehen ließen, ging es mit dem Fahrstuhl hoch in die 3. Etage.

Was wir nicht wussten, dass es eine der Suiten war, und zwar die Maisonette Suite mit einer gigantischen Dachterrasse. Der Wahnsinn, ich sag’s euch. Für einen kurzen Augenblick wünschte ich mir bereits einen warmen Frühlingstag voller Sonnenschein herbei, nur um den ganzen Tag auf der Dachterrasse rumlungern zu können. Wir hatten direkte Sicht auf den Templiner See.

Wir erkundeten alle Ecken und Winkel unserer Suite, bevor wir uns für eine Mitternachtstour durch das Hotel entschieden, um am nächsten Morgen schon genau zu wissen, wo alles ist, was wir auf Bildern festhalten wollten. Der Rezeptionist nahm es nochmal mit uns auf und bot sogar an, eine Hotelführung mit uns zu machen. Das Angebot nahmen wir dankend an.

Ausgeschlafen

Nun ja, da wir so aufgekratzt waren und so viel zu bequatschen hatten, lagen wir am Anreisetag ziemlich früh im Bett 😉 und so kam es, dass wir so ausgeschlafen nicht waren, aber dennoch das Gefühl hatten. Ein pompöses Frühstück wartete auf uns. Wir ließen es uns einfach gut gehen, was in diesem Haus wirklich ganz einfach ist, weil alle, die dort arbeiten, sehr aufmerksam, offen, unterhaltsam und einfach nur sehr nett sind und uns all unsere Wünsche von den Auge abgelesen haben.

SPA- und Wellnesscenter „Aquamarin“

Vollbepackt mit tollen Sachen die das Leben schöner machen, hinein ins Weekend feeling… So fuhren wir nach dem Frühstück in unseren Bademänteln im Fahrstuhl in die unterste Etage, wo es so schön nach Lavendel, Thymian, Rosmarin, Melisse… roch als wir die Tür zum Erholungsbereich betraten. Ich war immer noch nicht ganz in der Entspannung, die ich eigentlich wollte, aber die kam recht fix ohne Ankündigung als wir unsere Bahnen im Außenpool zogen.

Soll ich euch mal aufzählen, was einen dort im Wellnessbereich alles erwartet?

Ein beheizter Außen- und Innenpool. Eine schwimmende See-Sauna auf die Lia und ich uns schon von Anfang an sehr gefreut hatten. Dampf- und Trockensauna, eine Salz-Sole-Kammer, Eisbrunnen, Wärmebänke, Kaminlounge mit einer Wellnessbar und der Möglichkeit – mit Blick auf den Templiner See – die Fitnessgeräte in einem separatem Raum zu nutzen.

Am späten Nachmittag gingen wir, total entspannt von der Aromaölmassage kommend zur Yoga-Meditation. Zweieinhalb Stunden Kurs bei Stefan stand auf unserem Program. Mon dieu dachte ich anfangs noch. Zweieinhalbstunden die sich schlussendlich, wie einige Minuten anfühlten und mir halfen meine leeren Akkus wieder vollständig zu laden. Zweieinhalbstunden die ich gerne zwei, drei mal die Woche in meinen Alltag einfließen lassen würde. Ich arbeite daran 🙂

Und so neigte sich der Samstag fast schon wieder dem Ende. Am Abend freuten wir uns sehr auf das Essen im Seerestaurant und natürlich durfte ein Glas Wein dabei nicht fehlen. Der Service war einsame Spitze. Der Blick und die Atmosphäre auch hier, ein Traum.

Die Seesauna auf die wir uns die ganze Zeit schon freuten behielten wir uns für den Schluss auf. Seht doch mal selbst, wie wunderschön sie gelegen ist und, wenn dann im Frühjahr die Natur wieder blüht, hat man diese Idylle wirklich fast vor der Haustüre. Es lohnt sich wirklich, selbst nur für einen Tag die Seele dort baumeln zu lassen.

Lavendel & Prosecco

Was das zu bedeuten hat? Naja, wir waren akribisch auf der Suche nach einem Namen für unsere Mom-Auszeit und wollten etwas, das schön gleichzeitig aber auch leicht klingt. Im Saunabereich fingen wir an darüber nachzudenken, eine lange Weile hat es sicherlich gedauert bis wir dann auf Lavendel & Prosecco kamen und Beide davon überzeugt waren. So war Lavendel & Prosecco geboren und nun werdet ihr unter dieser Headline auf meinem Blog immer Tipps zu Erholungskurzurlauben bekommen.

Lavendel & Prosecco

Am Ende des Tages…

… ist es wirklich wichtig, gerade als Mutter den Fokus auf sich nicht zu verlieren. Einfach mal abschalten, sich Ruhe gönnen. Meist reicht wirklich auch ein einziger Tag um wieder annähernd vollgetankt seine Frau zu stehen. Denkt nicht nur darüber nach sondern geht es aktiv an. Was habt ihr und eure Kinder davon, wenn ihr irgendwann mit einem Burnout vor ihnen steht, dann ist es nämlich meist schon zu spät.

Genau, greif jetzt zum Hörer und geh gleich noch zur Massage, zum Yoga, Mani- und/oder Pediküre. Mach irgendwas, was dir Power gibt und nur für DICH ist. Namaste!

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