Bridget Jones? Echt jetzt, schon wieder?

Ich glaube, vor fast genau zwei Jahren hatte ich folgendes peinliches Erlebnis von mir auf BadaBÄNG unter meinem Decknamen LittleMissTwinkleshine erzählt.

Heute, dann das. Oh mann, was kommt wohl im nächsten Jahr? Und wieder, wirklich KEINER hat mich darauf aufmerksam gemacht. Wahrscheinlich, weil das noch peinlicher ist als die Schokolade auf der Nase selbst, die auch als dicke fette Warze hätte durchgehen können, jemanden darauf aufmerksam zu machen.

Freitag, nein nicht der 13.

Mr. Sweetface und ich verlassen das Haus. Unser Plan, Eis essen und ab auf den Lieblings Spielplatz in unserer Nachbarschaft. Gesagt – getan. Auf dem Weg nach draußen, vor der Haustüre, treffen wir einen Nachbarn und quatschen bestimmt zehn Minuten über Gott und die Welt. Ich stehe schon ab diesem Zeitpunkt mit offener Hose vor ihm. ‚All Zeit bereit‘, das muss er wohl gedacht haben, wenn es ihm aufgefallen sein sollte. Ich brech‘ im Strahl, wie peinlich. Und ich erinnere mich, meinen linken Fuß hin und wieder mal auf dem rechten Hinterrad des Buggys abgestellt zu haben, so dass der Hosenstall meiner Jeans wide open in sein Blickfeld schielte. Mon dieu…

Kurzer Vergangenheitsexkurs in meine Schulzeit

Mein Sozialwissenschaftslehrer hatte einen Tick und den hat er sicherlich bis heute beibehalten. Er stand regelmäßig mit einem Stuhl vor sich vor der Tafel, wo er sein linkes Bein drauf abstellte und hielt seinen Unterricht. Ich mag euch gar nicht schreiben, wie oft der mit offenem Hosenstall vor uns stand. Natürlich hat ihn keiner jemals darauf aufmerksam gemacht, dafür fanden wir es immer viel zu amüsant. Stand – glaube – ich dann in der ABI-Zeitung 😛

15 Jahre später …

… stehe ich selbst, in einer annähernd ähnlichen Pose, vor meinem Nachbarn da. Was um alles in der Welt? Ich meine, dass das einem Mann passiert, gut – aber einer Frau? Ich brech‘ immer noch im Strahl vor Scham.

Bevor mein Hasenkind und ich am Spielplatz angekommen waren, sind wir natürlich noch hier und da in unserer Hood unterwegs gewesen. Und wo meint ihr, ist es mir dann schlussendlich aufgefallen? Ja genau, als ich meinen Sohn auf dem Spielplatz bat, zu mir zu kommen, weil ich nach Hause, wollte um Abendessen vorzubereiten.

Da fielen mir dann die Augen aus dem Kopf, als wir nach schaukeln und rutschen am Wasserspiel angelangt waren – unsere letzte Station auf dem Spielplatz für diesen Tag – und ich dort mein linkes Bein auf einem Stein abstellte, an mir runter schaute, ich weiß gar nicht mehr warum, und einen völlig offenen Hosenstall in meinem Blickfeld hatte.

Natürlich unterhielt ich mich in diesem Augenblick mit irgendeinem Vater, mit dem ich schon beim Schaukeln ins Gespräch gekommen war, und er von dem Zeitpunkt an bereits gesehen haben muss, was aktuell bei mir los war. Warum um alles in der Welt hat der mich nicht darauf aufmerksam gemacht??? Wie peinlich, wie peinlich, oh mein Gott, wie peinlich…

Schwuppdiwupp…

… war der Hosenstall ganz unauffällig wieder von mir zugezogen worden, ich verabschiedete mich und ging schnellen Schrittes Richtung Home-Sweet-Home. Ob ich vielleicht Glück hatte und keiner an diesem Nachmittag den Tag der offenen Tür mitbekommen hat? Ich werde es wohl nie erfahren.

Am Ende des Tages

Willkommen, du peinliche Geschichte meines Lebens, Teil ?? seitdem ich Mutter bin. Kennt Ihr das? Ist diese Art Schusseligkeit von Mutter Natur so gegeben? Haben wir die Kappa in unserem Hirn für mehr Speicherplatz für „Mein Kind“ zur Verfügung gestellt? Was um alles in der Welt ist hier nur los bei mir? Das ist mir in meinen Jahren vorher niemals passiert, und wenn dann nicht in diesem Ausmaß. #choosehappiness Ich bin froh, am Ende wieder herzlich über mich selbst lachen zu können und dass ich eine kleine Geschichte mehr aus meinem persönlichen Leben an euch abtreten kann.

Macht es euch schön und nehmt euch nicht zu ernst.

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