Unser Leben als Mamas | Zwischen Erschöpfung, Wahnsinn und dem größten Glück auf Erden

Heiterkeit. Erschöpfung. Ich-kann-nicht-mehr. Wahnsinn. Dein Lächeln. Liebe. Ekstase. Volle Windeln. Krankheiten. Angst. Geborgenheit. Bananenbrot. Holzspielzeug. Erste Schritte. Stolz. Überdrüssige Schwangerschaftspfunde. Scham. Neuerlernte Selbstliebe. Eingeschlafenes Sexleben. Ratlosigkeit. Zuversicht. Und so vieles mehr. Kurzum: Das Mamasein.

Aber wisst ihr was, es gibt nichts auf dieser Welt, was wir lieber hätten! In dem Sinne: Cheers. Auf’s Leben als Mama.

Missgunst und Klugscheißerei unter Müttern I Unsere ABRECHNUNG mit der Mama-Mafia

Welche Babynahrung? Stillen oder Flasche geben? Allzweckwaffe Schnuller? Tatort Familienbett? Ahhhhh!!! Kein Meilenstein vergeht, ohne dass die Mamamafia nicht mal wieder zuschlägt um dir belehrend wie eh und je die eigene Meinung aufzudrücken: „So wie du es machst, kann es ja auch nicht klappen! Du machst es nämlich völlig falsch!“. Bäm! In your Face! Und was bleibt, ist ein Gefühl des Versagens.

Wie wir mit Missgunst, Neid und vermeintlich gutgemeinten Tipps anderer Mütter umgehen, erfahrt ihr in unserem neuen Video…

SEX nach der Geburt – zwei Mamas packen aus

Und alle so: Oh näää, reden diese beiden schamlosen Muddis etwa schon wieder über’s Liebe machen?!

Ja, ihr Hasen. Ganz genau! Und warum? Weil Sex nun mal zu den natürlichsten Sachen der Welt gehört. Weil es uns falsch erscheint, das Thema zu tabuisieren, nur weil wir jetzt Mütter sind. Und ja, weil es manchmal einfach verdammt gut tut, über seine Ängste und Sorgen zu sprechen.
Denn mal ganz ehrlich, auch wenn „es“ zu den natürlichsten Dingen der Welt gehört, aber hallo?! Wir waren uns zwar der Tatsache bewusst, dass nicht der liebe Storch die Kinder bringen würde, dennoch fühlte sich die Geburt fast so an, als wäre ein gewaltiger, mit einer Wassermelone beladener Mutanten-Storch durch unseren Zaubergarten gebrettert. Kein Wunder, dass sich danach ein gewisser Respekt einstellt, oder?

Nun denn, wir haben es also getan. Eine ungeschönte und ehrliche Betrachtung zum zweiten ersten Mal, dem richtigen Zeitpunkt, Geburtsverletzungen, ausbleibender Lust und der logistischen Herausforderung einer alleinerziehenden, nahezu jungfräulichen Mutter…

 

13 Dinge die mir das Leben in den letzten 15 Jahren geflüstert hat.

  1. Trinkt immer, aber auch immer, den besten und teuersten Champagner und benutzt die Dinge, die Ihr sonst für den einen, richtigen Moment aufbewahren würdet. Heute ist ein Geschenk. Morgen ist keinem garantiert. Trink, esse und sei einfach glücklich.
  2. Wir sind nicht lange hier, aber wenn du gegen den Wind lebst, kann es sich wie eine halbe Ewigkeit anfühlen. Das Leben sollte sich nicht wie Arbeit anfühlen, sondern viel mehr wie ein ganz großes Abenteuer.
  3. Deine Gesundheit ist augenscheinlich das Wichtigste. Aber Stress, Angst und Sorgen können sehr viel mehr Schaden anrichten als gutes Essen und wundervolle Getränke, die du dir verweigerst. Glücklich sein und Frieden schließen sind die BESTE Medizin.
  4. Niemand ist perfekt und niemand ist wirklich glücklich mit seinem eigenen Schicksal. Aber wenn du dich frei machst von den ständigen Vergleichen mit anderen Menschen und ihrem augenscheinlich besseren Leben und wenn du aufhörst, andere zu verurteilen, wirst du dich frei fühlen.
  5. Du kannst beim besten Willen nicht immer und vor allem nicht allen gefallen wollen. An erster Stelle mach es so wie es dir gefällt. Glaub mir, die anderen sind genauso damit beschäftig, sich selbst zu gefallen.
  6. Liebe sollte niemals schmerzhaft sein. Verlust ist schmerzhaft, Trauer ist schmerzhaft, Gier ist schmerzhaft, Beschimpfungen sind schmerzhaft – aber Liebe sollte bedingungslos sein, oder es ist nicht die wahre Liebe.
  7. Du kannst vielleicht vor dir selbst weglaufen, aber dich niemals vor dir selbst verstecken. Umso eher du versuchst, es aufzuhalten und dich selber stellst – dir deine Dämonen vor Augen führst – umso eher wirst du Frieden mit dir schließen können. Es ist zwar hart, aber es ist das Beste, was du jemals für dich getan haben wirst.
  8. Du besitzt bereits alles, was du brauchst. Es ist in dir. Hör auf deine innere Stimme und lass den Verstand links liegen.
  9. #chooselove
  10. Wenn nicht jetzt, wann dann?
  11. #choosehappiness
  12. Keiner lebt das perfekte Leben, keiner. Perfektion ist ein Mythos. Wähle immer das, was sich gut anfühlt für dich – und nicht, was anderen gefallen könnte.
  13. Warten auf den einen, richtigen Moment im Leben ist ganz schön waghalsig, denn den wird es niemals geben. Versuche im hier und jetzt zu leben.

Bridget Jones? Echt jetzt, schon wieder?

Ich glaube, vor fast genau zwei Jahren hatte ich folgendes peinliches Erlebnis von mir auf BadaBÄNG unter meinem Decknamen LittleMissTwinkleshine erzählt.

Heute, dann das. Oh mann, was kommt wohl im nächsten Jahr? Und wieder, wirklich KEINER hat mich darauf aufmerksam gemacht. Wahrscheinlich, weil das noch peinlicher ist als die Schokolade auf der Nase selbst, die auch als dicke fette Warze hätte durchgehen können, jemanden darauf aufmerksam zu machen.

Freitag, nein nicht der 13.

Mr. Sweetface und ich verlassen das Haus. Unser Plan, Eis essen und ab auf den Lieblings Spielplatz in unserer Nachbarschaft. Gesagt – getan. Auf dem Weg nach draußen, vor der Haustüre, treffen wir einen Nachbarn und quatschen bestimmt zehn Minuten über Gott und die Welt. Ich stehe schon ab diesem Zeitpunkt mit offener Hose vor ihm. ‚All Zeit bereit‘, das muss er wohl gedacht haben, wenn es ihm aufgefallen sein sollte. Ich brech‘ im Strahl, wie peinlich. Und ich erinnere mich, meinen linken Fuß hin und wieder mal auf dem rechten Hinterrad des Buggys abgestellt zu haben, so dass der Hosenstall meiner Jeans wide open in sein Blickfeld schielte. Mon dieu…

Kurzer Vergangenheitsexkurs in meine Schulzeit

Mein Sozialwissenschaftslehrer hatte einen Tick und den hat er sicherlich bis heute beibehalten. Er stand regelmäßig mit einem Stuhl vor sich vor der Tafel, wo er sein linkes Bein drauf abstellte und hielt seinen Unterricht. Ich mag euch gar nicht schreiben, wie oft der mit offenem Hosenstall vor uns stand. Natürlich hat ihn keiner jemals darauf aufmerksam gemacht, dafür fanden wir es immer viel zu amüsant. Stand – glaube – ich dann in der ABI-Zeitung 😛

15 Jahre später …

… stehe ich selbst, in einer annähernd ähnlichen Pose, vor meinem Nachbarn da. Was um alles in der Welt? Ich meine, dass das einem Mann passiert, gut – aber einer Frau? Ich brech‘ immer noch im Strahl vor Scham.

Bevor mein Hasenkind und ich am Spielplatz angekommen waren, sind wir natürlich noch hier und da in unserer Hood unterwegs gewesen. Und wo meint ihr, ist es mir dann schlussendlich aufgefallen? Ja genau, als ich meinen Sohn auf dem Spielplatz bat, zu mir zu kommen, weil ich nach Hause, wollte um Abendessen vorzubereiten.

Da fielen mir dann die Augen aus dem Kopf, als wir nach schaukeln und rutschen am Wasserspiel angelangt waren – unsere letzte Station auf dem Spielplatz für diesen Tag – und ich dort mein linkes Bein auf einem Stein abstellte, an mir runter schaute, ich weiß gar nicht mehr warum, und einen völlig offenen Hosenstall in meinem Blickfeld hatte.

Natürlich unterhielt ich mich in diesem Augenblick mit irgendeinem Vater, mit dem ich schon beim Schaukeln ins Gespräch gekommen war, und er von dem Zeitpunkt an bereits gesehen haben muss, was aktuell bei mir los war. Warum um alles in der Welt hat der mich nicht darauf aufmerksam gemacht??? Wie peinlich, wie peinlich, oh mein Gott, wie peinlich…

Schwuppdiwupp…

… war der Hosenstall ganz unauffällig wieder von mir zugezogen worden, ich verabschiedete mich und ging schnellen Schrittes Richtung Home-Sweet-Home. Ob ich vielleicht Glück hatte und keiner an diesem Nachmittag den Tag der offenen Tür mitbekommen hat? Ich werde es wohl nie erfahren.

Am Ende des Tages

Willkommen, du peinliche Geschichte meines Lebens, Teil ?? seitdem ich Mutter bin. Kennt Ihr das? Ist diese Art Schusseligkeit von Mutter Natur so gegeben? Haben wir die Kappa in unserem Hirn für mehr Speicherplatz für „Mein Kind“ zur Verfügung gestellt? Was um alles in der Welt ist hier nur los bei mir? Das ist mir in meinen Jahren vorher niemals passiert, und wenn dann nicht in diesem Ausmaß. #choosehappiness Ich bin froh, am Ende wieder herzlich über mich selbst lachen zu können und dass ich eine kleine Geschichte mehr aus meinem persönlichen Leben an euch abtreten kann.

Macht es euch schön und nehmt euch nicht zu ernst.