Lecker kann so schnell gehen

Wenn es um das Thema Essen geht verdrehe ich jetzt schon die Augen. Ich habe das Gefühl, bis Mr. Sweetface stubenrein – alleine- essen kann, wird noch viel Geduld von mir abverlangt werden. Ich glaube, es fing zwei Monate vor seinem ersten Geburtstag an, dass er immer auch einen Löffel in der Hand halten wollte, wenn ich ihm was gab. Mein Gedanke war: “Cool, vielleicht kann er ja mit einem Jahr bereits selbstständig essen.” Auf solche Gedanken kommt man sicherlich nur beim ersten Kind, denn mittlerweile ist Mr. Sweetface fast 22 Monate alt und es nervt mich immer noch unendlich, dass die Küche nach fast jeder Mahlzeit aussieht als wäre eine Bombe eingeschlagen.

Wochenende

Für mich als Single-Mom ist es gerade an den Wochenenden wahnsinnig präsent, dieses Thema rund ums Essen. Denn es muss ja gefrühstückt werden, um in den Tag zu starten, mittags sollte es mindestens eine warme Mahlzeit geben – oder abends, oder eben wie man Lust und Laune hat. Ich halte nichts von irgendwelchen Vorschriften, wie man was zu essen hat. Ich esse nur, wenn ich Hunger habe, und nicht nach Uhrzeiten. Und da fängt das Dilemma bereits an, denn mit meinem Sohn zusammen esse ich nicht. Ich sitze zwar neben ihm oder vor ihm und klaue hin und wieder was von seinem Teller oder er füttert mich, aber dass wir wie eine Familie zusammen am Esstisch sitzen und das Essen zelebrieren wird sicherlich bei Cosmo eine Weile dauern.

Deshalb genieße ich es sehr, wenn wir bei den Großeltern sind. Denn dann brauche ich nicht mit einem Kind am Bein oder auf dem Arm in der Küche stehen und versuchen, ganz schnell etwas zusammenzustellen und zu kochen. Nein, ich kann mit ihm spielen und Blödsinn machen, bis wir zu Tisch gerufen werden, und dann liebe ich diese Momente des einfach nur Zusammensitzens und Genießens und ich merke auch, wie sehr es Mr. Sweetfcae gefällt.

Um noch mal auf das Wochenende zurück zu kommen, das für mich immer mehr Stress bedeutet als Erholung. Letzten Samstag zum Beispiel. Wir haben relativ lange im Bett gelegen, ich glaube bis halb neun. Geweckt wurde ich allerdings bereits um 07:20 Uhr, zur Strafe zwinge ich das Kind mindestens noch ‘ne Stunde mit Mama zu kuscheln, klappt mal besser, mal schlechter. Irgendwann reicht es Monsieur und er zerrt mich in die Küche und zeigt sofort auf die Keksdose. Während ich seinen Kakao vorbereite, verbiete ich ihm die Kekse am Morgen, manchmal versteht er es, manchmal ist er bockig und wieder manchmal ignoriert er meine Verneinung und quengelt bis er wirklich einen bekommt 🙂

Wenn der Kakao angerichtet ist, wird mein Kind in seinen Hochstuhl gesetzt, in hundert Lagen Zewa Wisch & Weg gewickelt… Nein, Quatsch, gedanklich spiele ich allerdings sehr häufig mit dieser Idee. Er sitzt und trinkt seinen Kakao. Derweil bereite ich zwei Vollkorn-Toast oder Frühstücksbrei für ihn vor. Kommt immer darauf an, was gerade da ist und worauf ich mehr Bock habe, was die Vorbereitung angeht. Letzten Samstag gab es also Vollkorn-Toast mit etwas Butter und Pflaumenkonfitüre von Landliebe, steht Mr. Sweetface nämlich voll drauf. Liebevoll zu- und vorbereitet wird es dem Kind dann auf seinem Schweinchen-Teller serviert und mit Genuss verspeist.

Ich schaue auf die Uhr, kurz vor neun zeigt sie an, und ich beginne darüber nachzudenken, was ich zum Mittagessen vorbereiten soll. Das finde ich zum Beispiel schon ätzend. Ich selber habe noch nicht einmal meine erste Tasse Kaffee zu mir genommen und schon muss ich drei Stunden weiter denken, wenn das Essen schon fertig sein muss. Sprich, um kurz vor elf sollte ich spätestens anfangen, das Mittagessen vorzubereiten.

An diesem Tag gab es Süßkartoffelwürfel mit grünen Bohnen. Super einfach und unkompliziert zuzubereiten. Ihr müsst lediglich die Süßkartoffel mit Kind am Bein schälen und in Würfel schneiden. Dann auf einem Backblech verteilen, dabei könnt Ihr das Kind auf dem rechten oder linken Arm tragen. Etwas Olivenöl, Honig, Salz und Pfeffer darauf geben. Nicht vergessen, das Kind während dieser Prozedur kurz auf den Boden zu stellen, auf einen Stuhl zu setzen, auf dem Rücken zu tragen, was sich eben in diesem Moment anbietet. Ofen auf 220° C vorheizen. Zusammen mit dem Kind kann man dann – vorsichtig natürlich – für gute 30 Minuten das Blech in den Offen schieben. Fertig.

Danach kann man entspannt wieder ‘ne Runde Lego duplo spielen gehen.

Die Eieruhr bloß nicht vergessen, aber das ist eine andere Geschichte. Anschließend wieder in die Küche gehen, sollte das Kind anhänglich sein, einfach in den nächsten Arbeitsschritt mit einbeziehen. Mr. Sweetface ist dann immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, den Gefrierschrank aufzumachen, eine Schublade öffnen zu dürfen, raus zu holen, was gerade benötigt wird… heute ja dann die guten Prinzess Bohnen. Schubfach wieder schließen und die Tür ganz feste zuknallen. Die Bohnen ins Wasser und für zehn Minuten garen lassen.

Das Kind hat sein Essen verschlungen, bis auf sieben kleine Süßkartoffelwürfel. So was freut das Mutterherz natürlich.

Am Ende des Tages…

… interessiert es mich sehr, wie Ihr das so macht mit diesem Kochen? Was macht Ihr euren Kindern? Wie macht Ihr es? Wer hat denn alles einen Thermomix? Hinterlasst gerne Tipps und Tricks in der Kommentarspalte oder schreibt mir gerne eine persönliche Nachricht. Wo bekommt ihr eure Rezepte her? Oder kocht Ihr, wie ich es tue, frei nach Schnauze?

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