Meine Regeln zum perfekten Elterndasein

Regel Nummer 1

Hört jetzt sofort auf, zu versuchen, die perfekten Eltern sein zu wollen. Denn während ihr kostbare Kindheitszeit mit diesem Gedanken verschwendet, beziehungsweise versucht so gut zu sein wie XYZ, verpasst ihr wohl die schönsten gemeinsamen Momente mit euren Kindern.

Was sagt ihr, wenn ich euch sage, dass keine ELTERN dieser Welt, auch nicht XY und Z, perfekt sind? Genau, alle versuchen in ihrem kleinen/ großen Umfeld die Vorzeigefamilie schlechthin zu sein, um welchen Preis frag ich euch?

Eure Intuition, eure innere Stimme, dass Gefühl in euch, weist den richtigen Weg! Lasst die anderen machen wie sie wollen und versucht eure Entscheidungen für eure Kinder gegenüber anderen nicht ständig zu rechtfertigen.

Regel Nummer 2

(siehe Regel Nummer 1)

Unsere Kinder sind keine Roboter und keine Eltern dieser Welt haben auf alle Fragen die richtigen Antworten. Ihr habt wundervolles Leben ins Leben zurückgegeben – liebt eure Kinder, steht hinter ihnen und schaut ihnen beim groß werden zu – und nehmt euch nicht zu ernst dabei.

Am Ende des Tages…

… lieben uns unsere Kinder so wie wir sind!

13 Dinge die mir das Leben in den letzten 15 Jahren geflüstert hat.

  1. Trinkt immer, aber auch immer, den besten und teuersten Champagner und benutzt die Dinge, die Ihr sonst für den einen, richtigen Moment aufbewahren würdet. Heute ist ein Geschenk. Morgen ist keinem garantiert. Trink, esse und sei einfach glücklich.
  2. Wir sind nicht lange hier, aber wenn du gegen den Wind lebst, kann es sich wie eine halbe Ewigkeit anfühlen. Das Leben sollte sich nicht wie Arbeit anfühlen, sondern viel mehr wie ein ganz großes Abenteuer.
  3. Deine Gesundheit ist augenscheinlich das Wichtigste. Aber Stress, Angst und Sorgen können sehr viel mehr Schaden anrichten als gutes Essen und wundervolle Getränke, die du dir verweigerst. Glücklich sein und Frieden schließen sind die BESTE Medizin.
  4. Niemand ist perfekt und niemand ist wirklich glücklich mit seinem eigenen Schicksal. Aber wenn du dich frei machst von den ständigen Vergleichen mit anderen Menschen und ihrem augenscheinlich besseren Leben und wenn du aufhörst, andere zu verurteilen, wirst du dich frei fühlen.
  5. Du kannst beim besten Willen nicht immer und vor allem nicht allen gefallen wollen. An erster Stelle mach es so wie es dir gefällt. Glaub mir, die anderen sind genauso damit beschäftig, sich selbst zu gefallen.
  6. Liebe sollte niemals schmerzhaft sein. Verlust ist schmerzhaft, Trauer ist schmerzhaft, Gier ist schmerzhaft, Beschimpfungen sind schmerzhaft – aber Liebe sollte bedingungslos sein, oder es ist nicht die wahre Liebe.
  7. Du kannst vielleicht vor dir selbst weglaufen, aber dich niemals vor dir selbst verstecken. Umso eher du versuchst, es aufzuhalten und dich selber stellst – dir deine Dämonen vor Augen führst – umso eher wirst du Frieden mit dir schließen können. Es ist zwar hart, aber es ist das Beste, was du jemals für dich getan haben wirst.
  8. Du besitzt bereits alles, was du brauchst. Es ist in dir. Hör auf deine innere Stimme und lass den Verstand links liegen.
  9. #chooselove
  10. Wenn nicht jetzt, wann dann?
  11. #choosehappiness
  12. Keiner lebt das perfekte Leben, keiner. Perfektion ist ein Mythos. Wähle immer das, was sich gut anfühlt für dich – und nicht, was anderen gefallen könnte.
  13. Warten auf den einen, richtigen Moment im Leben ist ganz schön waghalsig, denn den wird es niemals geben. Versuche im hier und jetzt zu leben.

Bananenkuchen für Bebies 1. Geburtstag

Zutaten

3 große Bananen (oder 4 normale Bananen)

200 gr Dinkel-Mehl (630er habe ich für dieses Rezept eingekauft)

100 ml Milch (ich habe hier laktosefreie Milch verwendet. Soja-, Hafer- oder Reismilch gehen für eine VEGANE Art natürlich auch)

1 Esslöffel Kokosöl

2 Teelöffel Backpulver

1 Teelöffel Zimt

1 Prise Salz

Ofen

auf Ober- und Unterhitze bei 175° vorheizen.

Backzeit

ca. 20 – 22 Minuten (hier kommt es auch immer auf den Backofen drauf an)

Zusatz

Für den Zebra-Look den Teig in zwei Hälften teilen und eine davon mit Kakaopulver oder Backkakao (1-2 Esslöffel, je nach Intensität) anmischen.

Die Konsistenz müsst ihr euch vorstellen wie bei einem dickeren Pfannkuchen. Nur eben vielleicht noch einen ganz kleinen Ticken anders, haha 😀

Wie Ihr was, wann tun und zusammen führen müsst

Zuerst schmeißt ihr die drei Bananen in kleine Stücke in euren Mixer und fügt Zimt, Backpulver und eine Prise Salz inklusive der Milch hinzu. Nicht vergessen, den Deckel auf den Mixer drauf zu machen, und mixen was das Zeug hält. Zum Schluss den Esslöffel Kokosöl hinzufügen, wieder Deckel drauf und kurz mixen.

Jetzt braucht ihr eine Schüssel, in die der Bananenmix reingegossen wird, um das Mehl unterzurühren. Hierfür habe ich einen Schneebesen genommen. Wenn ihr damit fertig seid, die Hälfte vom Teig abschöpfen und mit Kakaopulver vermischen. So bekommt ihr dann den zweifarbigen Effekt.

Dann nehmt ihr eine Backform, meine hat folgende Maßeinheit 30×30 und legt diese mit Backpapier aus.

Dann beginnt ihr ein bis zwei Esslöffel vom hellen Teig in die Mitte der Form zu geben. Schließlich ein bis zwei Esslöffel vom dunklen Teig auf den hellen Teig. Dann wieder ein bis zwei Löffel vom hellen Teig… Das macht ihr munter so weiter, bis nichts mehr vom Teig übrig bleibt. Natürlich könnt ihr auch erst mit dem dunkleren Teig beginnen.

Am Ende des Tages …

… kann man den Bebie-Bananen-Kuchen sicherlich auch noch pimpen. Ich werde in den nächsten Wochen mal etwas experimentieren und euch auf dem Laufenden halten. Spontan fällt mir eine Schokoladenglasur ein, Frischkäse-Sahne topping …

Wisst ihr, was ich auch noch MEGA finde? Dadurch das ihr keinen Zucker, kein Ei und keine Butter dazugeben müsst, könnt ihr und eure kleinen natürlich soviel wie ihr mögt vom Teig naschen, ohne euch im Nachhinein schlecht zu fühlen 😉

Bridget Jones? Echt jetzt, schon wieder?

Ich glaube, vor fast genau zwei Jahren hatte ich folgendes peinliches Erlebnis von mir auf BadaBÄNG unter meinem Decknamen LittleMissTwinkleshine erzählt.

Heute, dann das. Oh mann, was kommt wohl im nächsten Jahr? Und wieder, wirklich KEINER hat mich darauf aufmerksam gemacht. Wahrscheinlich, weil das noch peinlicher ist als die Schokolade auf der Nase selbst, die auch als dicke fette Warze hätte durchgehen können, jemanden darauf aufmerksam zu machen.

Freitag, nein nicht der 13.

Mr. Sweetface und ich verlassen das Haus. Unser Plan, Eis essen und ab auf den Lieblings Spielplatz in unserer Nachbarschaft. Gesagt – getan. Auf dem Weg nach draußen, vor der Haustüre, treffen wir einen Nachbarn und quatschen bestimmt zehn Minuten über Gott und die Welt. Ich stehe schon ab diesem Zeitpunkt mit offener Hose vor ihm. ‚All Zeit bereit‘, das muss er wohl gedacht haben, wenn es ihm aufgefallen sein sollte. Ich brech‘ im Strahl, wie peinlich. Und ich erinnere mich, meinen linken Fuß hin und wieder mal auf dem rechten Hinterrad des Buggys abgestellt zu haben, so dass der Hosenstall meiner Jeans wide open in sein Blickfeld schielte. Mon dieu…

Kurzer Vergangenheitsexkurs in meine Schulzeit

Mein Sozialwissenschaftslehrer hatte einen Tick und den hat er sicherlich bis heute beibehalten. Er stand regelmäßig mit einem Stuhl vor sich vor der Tafel, wo er sein linkes Bein drauf abstellte und hielt seinen Unterricht. Ich mag euch gar nicht schreiben, wie oft der mit offenem Hosenstall vor uns stand. Natürlich hat ihn keiner jemals darauf aufmerksam gemacht, dafür fanden wir es immer viel zu amüsant. Stand – glaube – ich dann in der ABI-Zeitung 😛

15 Jahre später …

… stehe ich selbst, in einer annähernd ähnlichen Pose, vor meinem Nachbarn da. Was um alles in der Welt? Ich meine, dass das einem Mann passiert, gut – aber einer Frau? Ich brech‘ immer noch im Strahl vor Scham.

Bevor mein Hasenkind und ich am Spielplatz angekommen waren, sind wir natürlich noch hier und da in unserer Hood unterwegs gewesen. Und wo meint ihr, ist es mir dann schlussendlich aufgefallen? Ja genau, als ich meinen Sohn auf dem Spielplatz bat, zu mir zu kommen, weil ich nach Hause, wollte um Abendessen vorzubereiten.

Da fielen mir dann die Augen aus dem Kopf, als wir nach schaukeln und rutschen am Wasserspiel angelangt waren – unsere letzte Station auf dem Spielplatz für diesen Tag – und ich dort mein linkes Bein auf einem Stein abstellte, an mir runter schaute, ich weiß gar nicht mehr warum, und einen völlig offenen Hosenstall in meinem Blickfeld hatte.

Natürlich unterhielt ich mich in diesem Augenblick mit irgendeinem Vater, mit dem ich schon beim Schaukeln ins Gespräch gekommen war, und er von dem Zeitpunkt an bereits gesehen haben muss, was aktuell bei mir los war. Warum um alles in der Welt hat der mich nicht darauf aufmerksam gemacht??? Wie peinlich, wie peinlich, oh mein Gott, wie peinlich…

Schwuppdiwupp…

… war der Hosenstall ganz unauffällig wieder von mir zugezogen worden, ich verabschiedete mich und ging schnellen Schrittes Richtung Home-Sweet-Home. Ob ich vielleicht Glück hatte und keiner an diesem Nachmittag den Tag der offenen Tür mitbekommen hat? Ich werde es wohl nie erfahren.

Am Ende des Tages

Willkommen, du peinliche Geschichte meines Lebens, Teil ?? seitdem ich Mutter bin. Kennt Ihr das? Ist diese Art Schusseligkeit von Mutter Natur so gegeben? Haben wir die Kappa in unserem Hirn für mehr Speicherplatz für „Mein Kind“ zur Verfügung gestellt? Was um alles in der Welt ist hier nur los bei mir? Das ist mir in meinen Jahren vorher niemals passiert, und wenn dann nicht in diesem Ausmaß. #choosehappiness Ich bin froh, am Ende wieder herzlich über mich selbst lachen zu können und dass ich eine kleine Geschichte mehr aus meinem persönlichen Leben an euch abtreten kann.

Macht es euch schön und nehmt euch nicht zu ernst.

13 Fakten über mich als Mutter

  1. Viele meiner Entscheidungen für mein Kind treffe ich aus dem Bauch heraus.
  2. Ich bin ziemlich gelassen und lasse mein Kind seine eigene Welt erforschen. Dennoch stelle ich klare Regeln auf, damit er mir nicht auf der Nase rumtanzt, Respekt hat vor Menschen und zuhört, wenn es gefragt ist.
  3. Oft muss ich mich daran erinnern, mich sogar ermahnen, Smartphone und ständige Erreichbarkeit zu ignorieren, um die Zeit mit meinem Kind intensiver zu erleben. Immer dann, wenn es mir auffällt, fühlt es sich unheimlich leicht und losgelöst an, das Telefon einfach fallen zu lassen.
  4. Ich versuche, meinen Sohn zu einem starken, lebenshungrigen, selbstständigen und selbstdenkenden Menschen zu erziehen.
  5. Dieses ständige Kühlschrank füllen und kochen stresst mich. Hat mich schon immer gestresst. Deswegen ging ich früher hauptsächlich auswärts essen. Ich freue mich jetzt schon wie Bolle auf den Tag, an dem ich mit Mr. Sweetface – egal wo – gechillt am Tisch sitzen kann, wir bestellen etwas, genießen es und verlassen den Platz nicht wie einen Saustall. 😉
  6. Wenn ich bei Mr. Sweetface etwas durchzusetzen muss, dann ziehe ich es auch durch. Ich glaube nämlich das Kinder ganz schnell raus haben, wenn Eltern zur Kategorie klein beigeben gehören.
  7. Ich hätte im Leben NIEMALS gedacht, so gut mit der Mutter-Rolle klar zu kommen. Denn um ehrlich zu sein, waren Kinder in meiner Lebensplanung nie ein Thema. „Ich lass‘ die andern mal machen“, war da so mein Motto.
  8. Mein Kind ist das BESTE Geschenk, das ich mir in meinem Leben gemacht habe.
  9. Ich habe mich als Mutter, und die Art und Weise wie ich mit meinem Kind umgehe, noch nie in Frage gestellt.
  10. Ich verspreche meinem Kind nichts, was ich nicht halten kann.
  11. Ich urteile nicht über die sogenannten „Helikopter Mum’s“. Jede so, wie es am besten zu ihr und ihrem Leben passt. Zu mir passt es nicht. Und wenn wir mal ehrlich sind, ein bisschen Kopter steckt in jeder von uns, gell? 😉
  12. Ich liebe folgende Produkte von Weleda für mein Kind.
  13. Ich liebe es mein Kind zu verwöhnen und zum Lachen zu bringen.

Am Ende des Tages…

… reichen 13 Fakten eigentlich gar nicht aus um mich als Mutter zu beschreiben. Mist!

Childhood unplugged #2

Und plötzlich findest du dich in der Kinderambulanz wieder. Long Story short.

Morgens halb zehn in Deutschland,

wir frühstückten. Anschließend machten wir uns fertig, denn wir – meine Mutter, Mr. Sweetface und ich – wollten zu IKEA. Mr. Sweetface befindet sich gerade in einer ganz miesen Phase. Trotz hoch zehn. Wenn es nicht so läuft wie er möchte, dann ist das Geschrei groß und ich muss ausharren und aushalten. Krasse Nummer, sag ich euch. Terrible Twos, Teil 1 wahrscheinlich erst.

Wir sind startklar und warten auf Mamie. Hier war noch alles gut.

Bei IKEA angekommen, trug ich mein Kind vom Auto ins Geschäft und setzte ihn in unseren Einkaufswagen. Nach einer guten halben Stunde sagte er plötzlich „Aua“ und fasste sich an sein linkes Bein und ich dachte: „Oje, in Ruhe schauen ist beendet, jetzt will er wieder rum laufen. Na gut.“ Aus dem Wagen rausgeholt, stellte ich ihn auf den Boden. Doch er düste nicht sofort los, sondern humpelte wie ein angeschossenes Rehkids und ich dachte „Hmpf, ob sein Bein eingeschlafen ist?“ Er blieb stehen, hielt sich fest, sagte „Arm“, komisch. Ich trug ihn also eine Weile. Er machte auch überhaupt keine Anstalten wieder runter vom Arm zu wollen.

Ein paar Meter weiter versuchte ich es wieder. Ich stellte ihn auf die Füße und zeigte es Mamie, die es beim ersten Mal nicht so mitbekam, weil sie sich durch die Duftkerzen schnupperte. Mr. Sweetface humpelte wieder und sagte „Aua“. Plötzlich fing mein Kopf an mit ganz blöden Kopfgeburten, die ich natürlich weder meinem Sohn noch meiner Mutter kommunizierte. Warum auch, noch war ja alles gut und auf Panikmache steh‘ ich so gar nicht. Wir fuhren mit unserem kurzen, jedoch schneller gewordenen, Shoppingerlebnis fort und fuhren anschließend direkt wieder nach Hause.

Zwischenstopp

Kurz bevor wir bei uns zu Hause einbogen, hielten wir doch noch bei einer Kinderärztin. Hoch die Hände – Wochenende, genau, es war Freitag Mittag, als wir dort ankamen. Wir sollten um 14 Uhr wieder kommen, müssten uns aber auf lange Wartezeit einstellen. Ich schaute auf meine Uhr, puh, es war gerade mal halb zwölf. Wir fuhren nach Hause und bevor wir den Kofferraum ausräumten, schauten wir erst nochmal, wie akut es tatsächlich noch war.

Mr. Sweetface ging instinktiv wieder in die Krabbelposition, weil ihm das anscheinend keine Schmerzen bereitete. Er krabbelte schnurstracks auf sein Bobbycar, setzte sich drauf und fuhr schmerzfrei durch die Gegend. Immer mal wieder kam ein wimmerndes „Aua“ von ihm. Ich bereitet Mittagessen vor, Mamie räumte derweil den Kofferraum aus. Seinen Appetit hatte mein Kind nicht verloren. Gutes Zeichen.

Ich wurde innerlich dennoch nervöser, war ja auch Wochenende und eigentlich bin ich eher so, dass ich sage: „Komm, wir warten einfach noch ein wenig ab.“ Aber das mit diesem Mutterinstinkt scheint eine ganz großartige Angelegenheit von Mutter-Natur zu sein, dieser Instinkt meinte: „Ab ins Krankenhaus. Wochenende ist lang mit einem jammerndem Zwei-Käse-Hoch.“ Meine Mutter war der gleichen Meinung und schon saßen wir wieder im Auto, diesmal Richtung Krankenhaus.

… bis zum Ende

Im Krankenhaus angekommen, wurde uns erstmal mitgeteilt, dass wir uns auf Wartezeit einstellen sollen. Nichts anderes hatte ich erwartet. 15 Minuten später wurden wir bereits aufgerufen, juhu damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Mr. Sweetface war in der kurzen Zeit auf meinem Arm eingeschlafen und als wir in den Behandlungsraum gingen, schilderte ich der Kinderärztin den Fall. Sie nickte und wußte direkt eine Diagnose zu den Auffälligkeiten, ohne sich das Kind auch nur angeschaut zu haben. Coxitis fugax = Hüftschnupfen

Zum ersten mal im Wartebereich der Kinderambulanz.

„Hatte das Kind in den letzten Wochen einen Infekt?“, fragte sie mich. Ich war drauf und dran zu sagen: „Nee, nicht dass ich mich erinnern könnte“. Meine Mutter kam mir zuvor und erinnerte mich mit ihrer Aussage: „Ja, er war etwas fiebrig vor zwei Wochen, mehr aber nicht.“ Schau an, hatte ich komplett wieder aus meiner Erinnerung gelöscht. Frau Doktor nickte wieder und meinte daraufhin: „Auffälligstes Symptom für einen Hüftschnupfen sind Schmerzen in der Hüft- oder Leistengegend. Die Gelenkentzündung folgt in den meisten Fällen auf einen viralen Infekt.“

Was die eigentlichen Ursachen für einen Coxitis fugax sind, ist bis heute nicht bekannt. Gefährlich ist er auf jeden Fall nicht. Wenn das Gelenk geschont wird, dann verschwindet die Entzündung innerhalb von einigen Tagen bis zwei Wochen wieder. Aber erzähl mal einem Zweijährigen, dass er sich ausruhen soll und nicht durch die Gegend hüpfen. Übrigens bekommt man diesen Hüftschnupfen nur einmal in seinem Leben, es sei denn, man gehört zu den fünf bis zwanzig Prozent, die ihn mehrmals bekommen. Diese Gelenkerkrankung tritt eher bei Jungs auf.

Nachdem Frau Doktor sich die Hüfte richtig angesehen hatte, bekamen wir ein Rezept für Ibuprofen Zäpfchen mit. Drei mal täglich für die nächsten drei Tage. Am gleichen Tag noch habe ich ihm zwei verabreicht, weil ja auch vier bis sechs Stunden dazwischen liegen müssen. Am nächsten Tag waren es tatsächlich auch nur zwei, weil ich merkte, dass es ihm besser bis sehr viel besser ging.

Ich versuchte einfach, ihn nicht wild rumlaufen zu lassen. Am dritten Tag meinte meine Mutter, ich soll es ganz weg lassen, weil er nicht mehr humpelte und auch kein „Aua“ mehr aus seinem Mund kam.

Am Ende des Tages…

…war ich so unendlich froh, dass es nichts Schlimmeres war. Das sag ich euch!!! Und weil ich gemerkt habe, dass bei mir im Freundeskreis zwar die eine Hälfte davon wusste, die andere Hälfte aber – wie ich zunächst – gar nicht, habe ich mir gedacht darüber zu schreiben, damit Ihr keine Angst oder Panik bekommt, wenn euer Kind plötzlich humpelt und vor Schmerzen nicht mehr laufen kann.

Childhood unplugged #1

Mein Kind und der Mietwagen

„Reingelegt mit Klopapier, eine Rolle schenk ich dir“, fällt mir gerade dazu ein, als ich über diese eine wieder einmal verrückte Geschichte aus meinem Leben schreiben will.

Manchmal habe ich das Gefühl, in meiner Familie und sogar im Freundeskreis die Einzige zu sein, die Geschichten mit Unterhaltungsfaktor 10 in ihrem Repertoire hat. Nee, stimmt natürlich nicht ganz, es sind ehrlicherweise und Gott sei Dank einige mehr.

Short story short

Karfreitag 2017, Mr. Sweetface und ich hatten gerade 700 Kilometer stockenden Osterfeiertagsverkehr hinter uns, als es plötzlich leer im Wohnzimmer wurde und meine Mutter rief: „Los, wir sind sonst zu spät in die Restaurant!“ (mit französischem Akzent lesen, ganze wichtig) Knapp 14 Familienmitglieder verteilten sich auf vier auf dem Hof stehende Fahrzeuge. „Aaber, wir sind doch gerade erst …“

Gegen 22:00 Uhr verließen wir das Restaurant wieder und hatten uns zum Osterfeuer am nächsten Tag verabredet. Mein Vater und Mr. Sweetface waren ein paar Minuten vor uns bereits zum Auto gegangen, weil Cosmo es nicht mehr aushalten konnte: „Auto, Auto, Auto!“ Er tat fast so, als hätte er an diesem Tag nicht schon siebeneinhalb Stunden in diesem Gefährt verbracht. Anyway, die Familie versammelte sich gerade um die nebeneinander geparkten Autos, als mein Vater rief: „Er sitzt im Auto und die Türen sind zu!“

Der Tag war lang und mein Hirn schaltete nicht mehr so schnell. „Hä, wie das denn?“, war meine Null-Sinn-machende-Antwort. Papa: „Er hat den Autoschlüssel in der Hand.“

“ … WAAAS?“, schrie ich zurück, „PAAAPAA! Und jetzt?“ Derweil schaute ich durch die schwarz getönte Scheibe hinter der Beifahrertür. Puh, Mr. Sweetface ist ja angeschnallt. Er strahlt mich wie ein Honigkuchenpferd an und hält den Schlüssel in beiden Händen. ‚Bloß nicht fallen lassen‘, dachte ich kurz.

Ich fing an zu lachen und es war eine Mischung aus einem müde-das-kann-ich-nicht-glauben-ich-muss-weg-Gelächter, gepaart mit dem Kopfkino, wie ich dem Schlüsseldienst 500€ in die Hand drücke, um mein von Europcar gemietetes Auto aufzubrechen. In dieser Zeit ging mein Vater einmal ums Auto herum, einige waren beschäftigt, ihre Kinder ins Auto zu packen, Ratschläge zuzurufen oder einfach nur fragend ums Auto herum zu stehen … Da griff der Opa am Kofferraum ins VW Zeichen und siehe da: Sesam öffnete sich.

Der Kofferraum war noch vollgepackt, aber Super-Opa streckte seinen linken Arm durch die Gefahrenzone Koffer und an Abermillionen von Taschen und den Kopfstützen vorbei und rief Cosmo zu: „Cosmo, gib Opa mal den Schlüssel zurück, bitte!“ Gesagt, getan. Guter Junge. 500€ gesafet, könnte ich ja jetzt in Jimmy Choo, Louboutain oder auch Manolos investieren, gell?

Am Ende des Tages…

… war ich heilfroh, dass Mr. Sweetface angeschnallt in seinem Kindersitz saß und nicht durch das Auto turnte. Auch froh war ich über die Tatsache, dass ich keinen Start-/Stopknopf in diesem Fahrzeugmodell hatte.

Wiederum wäre ich froh über den Comfortschlüssel von Audi gewesen, denn die Fahrertüre hätte ich in jedem Fall geöffnet bekommen. Stellt sich mir trotzdem nur diese eine Frage: Warum war an dem Golf der Kofferraum offen? Und natürlich hätte das Kind auch mit Start/Stopf Knopf nicht einfach los düsen können, denn dafür hätte Mr. Sweetface noch die Bremse treten müssen. Geht ja noch gar nicht.

Riemann & Wolff – Entdecke die Möglichkeiten

Jeden Tag laufe ich mindestens zweimal über den Walter-Benjamin-Platz. Morgens, wenn ich Mr. Sweetface zu seiner Tagesmutter bringe und mittags, wenn ich Monsieur wieder abhole.

Mindestens dreimal die Woche zwischen acht und neun Uhr morgens, wenn in Berlin die Geschäfte noch geschlossen sind, flaniere ich über den Kurfürstendamm an Schaufenstern vorbei, die mich teils ansprechen, teils aber auch wirklich abschrecken. Was ja auch normal ist. Geschmäcker sind verschieden und das sollen sie auch bleiben.

Walter-Benjamin-Platz

Deswegen bleibe ich nun schon seit einiger Zeit vor dem Schaufenster von Riemann & Wolff stehen, weil das, was dort hängt, eine wahnsinnige Anziehung auf mich hat. Wahrscheinlich, weil es mich an Carrie Bradshaw erinnert, die ich sehr cool fand. Immer noch finde, by the way, weil sie zeitlos ist.

Rock ONE & Pullover esmeralda

Und wisst Ihr, warum dieser Laden am Walter-Benjamin-Platz meine Aufmerksamkeit auch bekam? Wegen dieser Dame hier. Sie heißt übrigens Marianne.

Marianne schafft es immer wieder, mich zu erschrecken und das ich mich beobachtet fühle. Sie schaut während des Vorbeigehens am Laden noch viel realer aus, ehrlich. Vor allem aus dem Augenwinkel. Sie steht auch nicht konstant an ein und der selben Stelle. Das ist ja das erschreckende.

Einer meiner ehemaligen Boyfriends unterstellte mir: „Du bist immer nur von den Läden angezogen, die hell und sortiert sind und wenig auf der Stange haben!“ Er hatte damals recht. Es ist heute wirklich nicht viel anders. Mich stressen vollgepackte Läden ganz oft, weil man das Schöne gar nicht mehr wahrnehmen, sondern nur noch am wühlen und suchen ist. Klare, offene Linien liebt das Auge, also meins. Ansonsten wird online geshoppt, als ob es kein Morgen gäbe.

Riemann & Wolff

Bei dem Namen könnte man auch glatt von einer Anwaltskanzlei, einer Kunst-Galerie oder gar einem Catering-Service ausgehen, oder?

Vom Holländischen Viertel in Potsdam zog es die Eigentümerin, die sich dann mit einer Freundin zusammen tat, im Juni 2015 nach Berlin- Charlottenburg. Die eine von ihnen ist Doktor der Biologie und ihr sehr sympathischer Tick für diese Schuhe hier,

von denen Sie ca. 50-60 Paar bei sich zu Hause auf den Treppenstufen stehen hat. „Es ist morgens immer so herrlich, da runter zu watscheln und zu denken, welche ich denn heute wieder anziehe?“ erzählt Sie mir.

Frau Doktor hat 20 Jahre als Wissenschaftlerin an der Uni gearbeitet, bevor sie zum ersten Mal die Türen ihres Geschäfts in Potsdam öffnete. Die Frauen, die zu ihr in den Laden kommen, sind nicht unbedingt die Zielgruppe für Dr. Martens, aber sie tragen gerne ausgefallene, extravagante Schnitte und vor allem sind die Kundinnen von Frau Doktor keine, die überwiegend in Mainstream gekleidet durch ihr Leben tanzen möchten, eher gar nicht.

Dr. Martens, wie habe ich sie geliebt in den 90ern. Dabei waren die, die ich trug, eher unspektakulär, einfach nur schwarz ohne Schnickschnack und ich bin mir nicht mal sicher, ob es Originale waren. Ich glaube ich muss mir auf jeden Fall ein Paar zu legen, mit Blümchen oder gar mit Nieten vielleicht? Anyway… Was ich auf jeden Fall definitiv weiß – wo ich sie kaufen werde. 🙂

Mein geschätzter Freund und Fotograf Urban und ich spazierten rein in den Laden und schwups fand ich mich schon in der Umkleide wieder.

Um noch mal auf Carrie Bradshaw zurück zu kommen: Das, was die Figur Carrie so cool machte, wollte ich damals Ende der 90er auch. Designer Kleider und Designer Schuhe tragen, Kolumnen schreiben, in einer Großstadt leben, die große Liebe finden… In Cafés, Bars, Restaurants sitzen, mich in Abenteuer stürzen und einfach nur mein Leben und die Menschen um mich herum erleben. Eigentlich fast genau mein Leben heute. Coole Melone 8)

Rock ONE & Pullover esmeralda & Schuhe Dr. Martens

Natürlich wurde dieser Look nicht mit Schuhen von Manolo Blahnik, sondern mit einem Paar Dr. Martens, die im Laden stehen, kombiniert. Wie das am Ende in der Kombination ausschaut, zeige ich euch natürlich auch noch, in einer Totalen.

An dem Tag als, Urban und ich die Bilder gemacht haben, war es wahnsinnig windig und auch ein bisschen, sehr kalt, um dieses Outfit zu shooten. Da bin ich dann aber auch nicht zimperlich.

Der Pullover von esmeralda hat sich beim Tragen großartig und überhaupt nicht schwerfällig angefühlt und als Frau Doktor mir erzählte, dass dieser Pullover handgefertigt und zudem noch von einer Strickmanufaktur aus Berlin sei, war ich doppelt und dreifach in dieses Naturtextil verliebt. Was ich dann noch auf der Seite von esmeralda lesen konnte – dass selbst Design und Vertrieb ausschließlich in Berlin statt finden.

Am Ende des Tages…

… spielt es eigentlich keine Rolle in welchen Läden man etwas einkauft. Die Hauptsache ist doch, dort sind Klamotten ausgestellt die einem gefallen und die zu einem passen. Ich gebe nichts drum den Dingen nachzulaufen die gerade angesagt sind. Was das angeht war ich immer schon sehr selbstbewusst. Ich setze meine eigenen Trends. Ich möchte mich in meinen Anziehsachen nicht verstecken, ich möchte das andere mich darin wahrnehmen, sich davon inspirieren lassen, selbst wenn es mal nur der Olle Freizeit-Casual-Look ist den ich trage, ich ziehe meine Outfits nicht einfach so an, es ist immer eine Idee dahinter 😉

In diesem Sinne, macht (es) euch schön und genießt das Leben.

Rock ONE & Pullover esmeralda & Schuhe Dr. Martens

Fashion, what else..!

Bevor mein nächster und erster Blogpost für Window Shopping online gehen wird, ein relativ kurzes Vorwort dazu.

Hier wird es um all die schönen Dinge in meinem Leben gehen, die ich beim Bummeln durch Berlin, in Fachmagazinen – aber auch vor einem geöffneten WorldWideWeb- Fenster – auf meinem Laptop entdecke. Immer an meiner Seite, mein liebster Fotograf Urban Ruths.

Gähn, langweilig. Kennen wir schon alles von anderen bekannteren Fashion Bloggerinen. Kann nicht sein, bei mir wird’s anders, ehrlich.

Unter Window Shopping kann es durchaus passieren, dass in einem Laden, den ich wohl sonst eher nicht betreten würde, weil ich nicht die Zielgruppe bin, etwas im Schaufenster hängt, das mich nicht los lässt und das ich sooo schön finde, dass ich es unbedingt mit euch teilen möchte. Ja, ich werde auch die Klamotte, wenn es denn ein Modegeschäft ist, an mir präsentieren. Es geht dann aber nicht primär um mich in dem Bild und wie cool ich darin abgelichtet bin, sondern um das Textil an mir. Und was mir auch noch wichtig ist, ihr erfahrt hier immer auch etwas über die Geschichte des Ladens.

Was haben Fashion und Alexia gemeinsam?

Das ist nicht einfach und vielleicht auch nicht kurz erklärt. Ich versuche es trotzdem.

Ich freue mich einfach, so meinen Weg mit Mode zu arbeiten gefunden zu haben. Da ich doch praktisch damit aufgewachsen bin. Darauf gebracht hat mich ein Mensch, der mich noch nicht lange kennt, den ich aber von Anfang an sehr schätze. Ob ich denn nie Interesse daran gehabt hätte, etwas im Mode- oder Textilbereich zu machen? Das war eine seiner ersten Fragen an mich als wir uns kennenlernten. Das hat mich tatsächlich noch nie jemand gefragt, nicht einmal ich habe mir diese Frage jemals gestellt. Warum eigentlich nicht? Habe ich vor lauter Bäumen, den Wald nicht mehr gesehen?

Ich erinnere mich ein Praktikum bei einer der Töchter meines Onkels aus erster Ehe in Heidelberg gemacht zu haben. Ich glaube, aus meiner Familie haben dort einige ein Praktikum absolviert.  Art To Be war eines der Label von Berit Katharina Muth. Ich trage noch heute eine schwarze Lederjacke im Biker-Look von ihr, die ich am Ende meines Praktikums geschenkt bekam.

Eine gute Lederjacke sollte übrigens jede Frau im Schrank hängen haben. Fast so Gesetz wie das Kleine Schwarze, wenn ihr versteht was ich meine.

Ein wenig Geschichtsunterricht

Ich bin ein Kind einer Tuchmacherdynastie aus dem Bergischen Land. Das habe ich jetzt in einem Satz ganz salopp geschrieben, es ist aber weitaus komplizierter. Ich lass es einfach mal so stehen.

Randnotiz

Auch der Vater meiner Mutter war in der Textilbranche tätig. Wenn mein Großvater nicht von seiner Familie abgehalten worden wäre Schauspieler zu werden, dann hmpf, wer weiß das schon. Wahnsinn, oder? Kein Wunder also, dass ich nun all diese Seiten auslebe, ausleben will und auch kann.

Weiter im Geschichtsunterricht

Ich war in meiner Erinnerung fast jeden Samstag mit meinem Vater auf unserem damaligen Firmengelände in Dahlerau und bin dort durch die riesigen Hallen gelaufen, vorbei an den riesigen, lauten, webenden Maschinen. Durch die dazugehörige Schneiderei mit ihren massgefertigten Anzügen zu schlendern, war fast so schön, wie im Garten unterm Wäscheständer durch die frisch gewaschene, noch nasse Wäsche zu düsen. Diesen Geruch der Stoffe in der Schneiderei werde ich wohl mein Leben lang in der Nase haben.

Opas Büro, ein spannender Ort. Ach was sag ich, das ganze Verwaltungsgebäude war spannend. Ein verdammt riesiger, dunkler Altbau mit unendlich hohen Decken in meiner Stöpsel-Erinnerung. An jeder Ecke gab es etwas zu sehen, zu entdecken, was mir auch Angst machen konnte. Zum Beispiel die zwei hier. Die Kopflosen-Kurzen…

Anfang der 90ger Jahre – so erging es im Übrigen vielen Firmen, die mit der Textilbranche ihr Geld verdienten, kam Asien – und der Wandel. Viele Firmen haben dies nicht überlebt, 1993 musste auch Johann Wülfing & Sohn dem Konkurenzdruck aus Fernost weichen. Der letzte persönlich haftende Gesellschafter, mein Großvater, starb schon 1992 und erlebte den Niedergang der 400 Jahre im Familienbesitz betriebenen Firma nicht mehr.

Nun mache ich es wieder kurz

Gott sei Dank gibt es seit über 25 Jahren zwei Museen – das Tuchmuseum Lennep und das Wülfing Museum in denen die Geschichte von unter anderem ehemaligen Mitarbeitern der Firma weitergetragen wird. Jeder kann seine eigenen Anekdoten erzählen, was jede Führung natürlich individuell und interessant macht. Zur Zeit wird händeringend nach Ehrenamtlichen Mitarbeitern für das Tuchmuseum in Lennep gesucht. Wenn Du oder Sie sich angesprochen fühlen, oder jemanden kennen, der wieder jemanden kennt und so weiter, einfach mal persönlich im Museum vorbei schauen.

Am Ende des Tages…

Stoffwindel vs. Wegwerfwindel

Wann genau hast du dich für Stoffwindeln entschieden, liebe Lia? Für dich, war das nie ein Thema, Alexia?

Lia: Leider erst als meine Tochter 6 Monate alt war. Vorher habe ich mich nicht getraut. In der Schwangerschaft hab ich schon viel über Stoffwindeln gelesen und monatelang meinen Mann mit ich probiere es – hach, ich weiß nicht genervt. Meine erste Windel war dann eine gDiapers und ich war begeistert.

Alexia: Um ehrlich zu sein, bin ich erst durch Lia an dieses Thema herangeführt worden, da war Mr. Sweetface etwas über ein Jahr alt. Ich habe wirklich viele verschiedene Wegwerfwindeln ausprobiert und bin immer wieder zu babylove von dm zurückgekommen. Stoffwindeln, hörte sich für mich so unendlich aufwendig an. Der höhere Wasser- und Stromverbrauch war so das erste was mir in den Sinn kam. Wenn ich mich für etwas entscheide, dann 100% mit allem drum und dran. Mein Sohn hat es an manchen Tagen wirklich krachen lassen in der Windel. Merkt man bereits mein schlechtes Gewissen?

Lia warum hast du dich für Stoffwindeln entschieden und du Alexia quasi dagegen? 

Lia: Ganz einfach aus Bequemlichkeit, so habe ich alles Zuhause. Dieses ständige Windeln und Feuchttücher kaufen hat mich genervt, sowie die vollen stinkenden Windeleimer.

Alexia: Damit habe ich gar kein Problem. Einen Windeleimer hatte und habe ich nicht, weil ich jeden Abend deMüll weg bringe. Zu dm könnte ich eh jeden Tag, aber manchmal vergesse ich es auch und dann steh ich da. Gott sei Dank habe ich irgendwo immer eine Windel rumfliegen. Ich fragte mich ob sich ein umsteigen auf Stoffwindeln wirklich noch für mich lohnt, wenn mein Kind doch in einigen wenigen Wochen eine (damals noch) Kita besuchen wird? Ich finde, wenn man sich dazu entscheidet, dann sollte man sich, wie Lia es getan hat mit diesem Thema im Voraus wirklich gut auseinandersetzen und am Ende schauen, ob es für einen in Frage kommt. Heute denke ich, verdammt dieser ganze Müll, diese ganze Kohle. Auf der anderen Seite, ich wasche heute schon OHNE Stoffwindeln mehr als vorher UND wenn ich an Tage denke, wo Cosmo Vollgas gegeben hat, puuhh…

Wo hast du dich über das Thema Stoffwindeln schlau gemacht?

Lia: Facebook hat eine geschlossene Gruppe namens Stoffwindel-Chat. Da wird einem toll auf jede Anfängerfrage geantwortet.

Bereut Ihr eure Entscheidungen?

Lia: Ja, ich bereue, dass ich nicht schon viel früher damit begonnen habe.

Alexia: Nein, von bereuen kann nicht die Rede sein. Es ärgert mich nur das Thema nicht vorher schon in Betracht genommen zu haben. Es ist mir in meiner ganzen Schwangerschaft nicht einmal über den Weg gelaufen, mit der Stoffwindel. Aber sollte ich in diesem Leben noch mal ein Kind bekommen, würde ich das Thema Windel sicherlich so richtig unter die Lupe nehmen.

Die Pro’s und Contra’s bei beiden Windelarten?

Lia: 

Pro steht absolut für die Müllvermeidung. Es gibt bereits viele Gemeinden die, die Stoffwindeln mit einem Zuschuss unterstützen. Unsere Gemeinde bietet es leider nicht an, ich wurde nur darauf hingewiesen, dass ich im Monat 11,70 EUR an Müllgebühren spare, da man in einem Monat 120 Liter Müll mit den WWW verursacht. Man hat immer Windeln im Haus. Weiß welches Material an den Po kommt und man kann viele Kinder damit wickeln.

Contra ist definitiv der Faktor, wenn man in den Urlaub fliegt und keine Waschmaschine hat oder wir über das Wochenende in die Heimat fahren. Da nutze ich für die lange Fahrt auch Öko Wegwerfwindel von Lillydoo aber auch nur, weil ich damit ein besseres Gefühl habe.

Alexia:

Pro Allzeit und überall bereit. Die enorme Auswahl an Windelmarken, da ist wirklich für jeden etwas dabei. Während meiner Schwangerschaft wollte ich mir einen Vorrat an Windeln anlegen und hatte meinen Favoriten unter all den Windelmarken für mich gefunden. Die Daipers von The Honest Company. Ich wurde schwer enttäuscht als ich las, dass es keinen Versand nach Europa gibt.

Contra Diese ganzen Marken bei Wegwerfwindeln, können einen aber auch in den Wahnsinn treiben. Probierwindeln gibt es keine. Oder ist dieser Kelch auch an mir vorbei gegangen? Lillydoo und Fairwindel sind bisher die einzigen die ein Testpaket anbieten. Man ist bei den anderen Herstellern immer gezwungen ein ganzes Paket zu kaufen, um dann nach einer Windel bereits zu merken, die sind Kacke im wahrsten Sinne des Wortes. Das ging mir leider oft so. Die einen liegen nicht gut an. Die andere absorbieren den Geruch nicht. Wieder andere haben viel zu viel Kunststoffanteil verarbeitet. Unter uns Freundinnen haben wir uns und Windeln ausgetauscht, so konnte man wenigstens etwas Geld sparen beim ausprobieren. Mit der Zeit machst du als frisch gebackene Mama eben deine ganz, vielen eigenen Erfahrungen. Gibst Unmengen Geld aus, produzierst einen Haufen Müll mit Wegwerfwindeln, Feuttüchern, Wegwerfwindelmüllbeutel und mir wird bei diesem Bild wieder bewusst, dass ich beim zweiten Kind ganz sicher umdenken muss und werde.

Wie aufwändig sind Stoffwindeln wirklich?

Lia: Windel ausziehen, feuchte Einlage ins Wetbag, ggf. das große Geschäft in der Toilette entsorgen, mit den Handtüchern und einer Vorwäsche waschen, alles zusammen in den Trockner und wieder ans Kind. Kein Weg mehr zum Drogeriemarkt und der tägliche Gang zur Mülltonne fällt auch weg. Für meine Tagesmutter sind die Stoffwindeln auch kein Problem, sie kennt das noch von Ihren eigenen Kindern, nur das es heute viel, viel einfacher ist.

Alexia: Lias Tochter hatte noch nie weichen Stuhlgang oder gar Durchfall. Mit Geschäft in der Toilette entsorgen hätte ich vielleicht zwei Hände voll in fast zwei Jahren mit Mr. Sweetface geschafft. 

Kann man mit Stoffwindeln einem Kind ALLES anziehen?

Lia: Absolut. Gerade die gDiapers und Culla di Teby sind so dünn wie eine normale Windel.

Wie umweltfreundlich sind Stoffwindeln eurer Meinung nach wirklich, bei all den Waschgängen?

Lia: Ich mache keine zusätzliche Waschmaschine. Ich hab schon immer 2 mal die Woche eine Maschine mit Handtüchern, Waschlappen, Geschirrtüchern gemacht und da kommen die Stoffwindeln einfach mit rein. Ich nutze ein Vollwaschmittel ohne Duftstoffe, da wir alle Allergiker sind. Alternativ kann man die Windeln auch auf der Wäscheleine trocknen, dass geht genauso gut.

Alexia: Das Bild sagt doch wirklich mehr als 1000 Worte und hier könnt ihr noch mehr dazu erfahren. Definitiv habe ich schon viel zu viel Geld ausgegeben und OMG dieser ganze Müll. Kompostierbare Windeln, dass wäre noch interessant, warum bin ich da nicht schon früher drauf gekommen? Selbst die kann man vorab testen, super! Allerdings sind die Preise schon auch Deluxe und als Alleinerziehende Mama muss man auch auf’s Geld schauen. Aber die Umwelt noch mehr verschmutzen möchte ich auch nicht, hmpf?!

Ist dein Kind bereits trocken?

Lia: Das große Geschäft geht zuverlässig ins Töpfchen seitdem sie 10 Monate ist. Ob das nun an den Stoffwindeln liegt, kann ich nicht sagen.

Alexia: Nein. Ich forssire es auch nicht. Mein Sohn wird mir schon signalisieren, wann er soweit sein wird. Das Töpfchen hat ihn nie sonderlich interessiert. Seit ca. zwei Wochen sagt er immer Kacka und zeigt auf seinen Po, da ist aber nie was drin, wenn er das meint. Lia ist mit ihrer Lütte immer auf Toilette geeilt, wenn diese ihr Gesicht verzog und ihrer Mami damit das Signal gab: Los geht’s.

Was kostet eine Stoffwindel Erstausstattung?

Lia: Wenn man zwei mal die Woche wäscht und sich nicht der Kaufsucht hingibt, kann man sich bei „Die besten Stoffwindeln“ für die komplette Windelzeit zum Beispiel mit den Windeln von Teby für 500 EUR eindecken. Und die Windeln für das zweite Kind aufheben oder verkaufen. Derzeit liegt der Wiederverkaufswert bei 70%. Außer man hat die Hanami von der Windelmanufaktur. Die konnte man für 29,95 EUR kaufen und geht unter Sammlern mittlerweile für 100,00 EUR weg. Es gibt bei der  Windelmanufaktur drei verschiedene Größen, von New Born bis 19 Kilo. Andere Windelanbieter bieten auch Einheitsgrößen an, die man mit Druckknöpfen individuell anpasst. Kannst du deine getragenen Wegwerfwindel wieder verkaufen, Alexia? 😀 Es gibt so unglaublich viele verschiedene Systeme und Wickelvarianten. Wenn man Interesse an den Stoffwindeln hat, kann man sich auch an einen Stoffwindelberater wenden um gemeinsam das richtige System für sich zu finden.

Alexia: Verdammt natürlich nicht, liebe Lia 😀 Beim nächsten mal mache ich es definitiv anders. Man sieht sich immer zweimal im Leben 😉

Am Ende des Tages…

… jippie yeah gibt’s hier etwas zu gewinnen. Ich kann es selber noch nicht ganz glauben, mein erstes Gewinnspiel #whoopwhoop

Lia und ich verlosen gemeinsam mit „Die besten Stoffwindeln“ einen Gutschein im Wert von 50€. Wir freuen uns das „Die besten Stoffwindeln“ uns bei dieser Aktion unterstützen, die euch somit den Einstieg in das wickeln mit Stoffwindel erleichtert. Großartig, oder? Ihr braucht dafür lediglich folgendes zu tun: Entweder, direkt hier in der Kommentarspalte unter diesen Beitrag schreiben, welche Stoffwindel ihr euch am liebsten davon kaufen würdet.

Lia und ich werden am kommenden Sonntag 19. März 2017 den oder die GewinnerIN hier auf dem Blog und auf unseren Instagram Accounts bekanntgeben. Bis Samstag 24:00 Uhr habt ihr also die Gelegenheit einen Kommentar zu hinterlassen um an der Verlosung teilzunehmen. VIEL GLÜCK!

DIE GEWINNERIN STEHT FEST UND WURDE BEREITS INFORMIERT.

WIR BEDANKEN UNS BEI EUCH ALLEN, DASS IHR HIER SO ZAHLREICH MITGEMACHT HABT.